Wiegand - Newsarchiv

Zukunft einfach ausprobieren

ist das Motto des Studien- und Berufsorientierungsprogramms „Hessen-Technikum“, in dessen Rahmen jungen Frauen die Möglichkeit geboten wird, in einer Kombination aus Schnupperstudium an der Hochschule Fulda und einem jeweils dreimonatigen Praktikum in zwei Unternehmen Erfahrungen im MINT-Bereich (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) zu sammeln und damit einen lebendigen Einblick in den Berufsalltag zu erhalten.

Im Oktober des vergangenen Jahres hat erneut eine junge Frau die Chance ergriffen, ein dreimonatiges Praktikum in unserem Unternehmen zu absolvieren, um eine Orientierung zu bekommen, in welche Richtung ihr späterer Berufsweg verlaufen kann. Betreut wurde sie während der ganzen Zeit durch ihre Mentorin Frau Jahn.
Ihr Praktikum startete die „Technikantin“ in unserer Konstruktionsabteilung. Hier kam ein weiterer Mitarbeiter als „Fachbetreuer“ mit ins Boot. In den ersten Tagen eignete sich Frau Petter Kenntnisse über das CAD-Programm „Creo Parametric“ an, praktische Übungen am PC kamen hinzu. Jedoch dauerte es nicht lange, bis man ihr zutraute, auch „betriebsrelevante“ Zeichnungen zu erstellen.
„Ich habe neben den zeichnerischen und konstruktiven Inhalten auch viel über den Umgang mit Computern an sich und vor allem darüber, wie man Dateien nach einem einheitlichen System benennt und ablegt, lernen können. Das wird mir definitiv auch im Alltag sehr viel helfen können. Man hat mir etwas zugetraut, vielleicht sogar mehr, als ich mir selbst zugetraut hätte. Auf der anderen Seite hat man mich trotzdem nicht überfordert. Ich wurde im positiven Sinne an meine Grenzen geführt“, so die Aussage der Technikantin über ihre Arbeit in der Konstruktionsabteilung.
Anschließend folgte der Einsatz in verschiedenen Werkhallen. „Ich konnte die 'Gegenspieler-Seite' der Konstruktion kennenlernen und nachvollziehen, welche Stationen eine Idee bis hin zum fertigen Produkt durchläuft und dabei viele Fertigkeiten erwerben. So habe ich gelernt, mit der Bohrmaschine und diversen Handwerkzeugen wie Messschieber, Feilen, Körnern und Gewindeschneidern umzugehen. Ebenso habe ich mit verschiedenen Materialien gearbeitet, vor allem mit Aluminium, Edelstahl und schwarzem Stahl.“
Aufgaben wie das Zuschneiden von Blechen mit der Schlagschere oder deren Entgraten mit einer Schleifhexe sowie die Produktion von H-Profilen und U-Schienen gehörten ebenfalls zum Arbeitsumfang.
„Alle Aufgaben, die ich zu bewältigen hatte, konnte ich in einer gewissen Selbstständigkeit tun und mir dabei viel praktisches Wissen aneignen. Mir wurde sehr viel zugetraut und trotzdem fühlte ich mich nie allein gelassen, denn wenn ich Fragen hatte, konnte ich diese jeder Zeit stellen“, so Frau Petters Einschätzung ihres Praktikums bei uns.

Frau Jahn, die verantwortliche Mentorin im Unternehmen, hat selbst ein Studium im MINT-Bereich abgeschlossen.
„Ich freue mich, andere Mädels dafür zu begeistern. Gerade junge Frauen, die über einen technischen Beruf/ Studiengang nachdenken, möchte ich motivieren. Eine technische Ausbildung bietet für den späteren Berufsweg vielfältige Möglichkeiten. Allein bei uns kann man sehen, welche verschiedenen Bereiche ein technisches Studium abdecken kann – Maschinenbau, Konstruktion, Elektrotechnik und vieles mehr. Im technischen Bereich muss man sich immer weiterbilden, was stets für Abwechslung sorgt. Gerade in unserem Unternehmen gibt es immer wieder neue Aufgaben zu bewältigen, wodurch es täglich spannend bleibt und man einfach Spaß an der Arbeit hat. Außerdem bin ich der Meinung, dass Männer und Frauen nach unterschiedlichen Herangehensweisen arbeiten und die Kombination beider ein optimales Ergebnis liefert.
Meine Aufgabe als Mentorin beim Hessen-Technikum ist es, für die Technikantin einen abgestimmten Ablaufplan zu erstellen und für sie als erster Ansprechpartner zur Seite zu stehen. Ich finde, dass das Hessen-Technikum eine gute Möglichkeit ist, dass die Mädels MINT-Berufe ausprobieren können, ohne direkt nach dem Abitur oder dem Erreichen der Fachhochschulreife einen Studiengang beginnen zu müssen, der dann ggf. wieder abgebrochen wird. Schließlich weiß nicht jeder sicher, ob der gewünschte Studiengang und die möglichen späteren Tätigkeiten wirklich das sind, was man sich für seine Zukunft vorstellt“, so Frau Jahn.

Wenn Sie sich für Technik interessieren, Naturwissenschaften ebenfalls spannend finden und noch nicht wissen, welchen Weg Sie gehen wollen, informieren Sie sich unter www.hessen-technikum.de

 

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