Unser elastischer Wehrständer ist eine im Patentverfahren befindliche Konstruktion, die enorme Vorteile bietet. Federstahlähnliche Edelstahlbleche regulieren sich selbst durch den Wasserdruck. Mit der Justierungseinrichtung können die Bleche entsprechend der gewünschten Stauhöhe (nicht Überströmhöhe) eingestellt werden. Diese Position wird durch Edelstahlkettchen fixiert. Mit steigendem Wasserstand legen sich die Bleche in Strömungsrichtung bis auf die eingebaute Stützkonstruktion, die gleichzeitig eine Überschreitung der Streckgrenze des Edelstahls verhindert. Bei sehr schwerem Treibgut kann diese Stütze durch senkrecht stehende Konturbleche ergänzt werden, deren Oberkanten genau dem vorgesehenen Biegeradius der Staubleche entsprechen. Bei fallendem Wasserstand richtet sich der Wehrständer entsprechend dem nachlassenden Wasserdruck, dank seiner Elastizität, automatisch wieder auf, bis schließlich die Normalposition erreicht ist. Mit zusätzlichen Stützblechen, ähnlich einer Blattfeder, können unterschiedliche Anforderungen erfüllt werden. Ein vorgelagertes Rammblech verhindert weitgehend das Verkeilen von Treibgut vor dem Ständer.
In einer wissenschaftlichen Untersuchung der Universität München konnte nachgewiesen werden, dass sich der Überfallbeiwert durch das optimale Profil der umgelegten Staubleche erheblich verbessert. Dadurch ist es möglich, die verbleibende Restbauhöhe des Wehrständers von ca. 1/3 der Stauhöhe bei Hochwasser zu kompensieren. Bei einer Stauhöhe von beispielsweise 60 cm dürfen somit noch 20 cm Höhe des umgelegten Ständers auf der Wehrkrone verbleiben. Allerdings ist es oft auch möglich, durch eine niedrigere Positionierung des Ständers eine Veränderung der Wehrkronenhöhe zu vermeiden.