Auf der Imster Bahn benötigt man ganze 6-12 Minuten, um von der in 1500 m Höhe gelegenen Bergstation zur Talstation zu fahren. Dabei werden 500 Höhenmeter überwunden. Durch die eingebauten Fliehraftbremsen wird die Fahrgeschwindigkeit der zweisitzigen Schlitten auf 40 km/h limitiert.
70 Kurven mit 90 bis 180 Grad, 16 Jumps und 25 Wellen begründen den spektakulären Charakter der Strecke. Auf Edelstahlrohren geführt, bewegt sich die Bahn teilweise bis zu 6 m Höhe über dem Boden. Für den Bergauftransport der Schlitten sorgt die automatische Schlittentransportanlage, die Gäste nutzen den Sessellift.
Der Alpine-Coaster wurde mit minimalen Eingriffen in die bestehende Landschaft eingepasst. Dies war von Anfang an ein großes Anliegen der Bauherrschaft. Für die Bahnverlegung waren keine größeren Erdbewegungen notwendig, da die Geländekorrekturen durch die variablen Stahlstützen, die im Abstand von 3 m angeordnet werden, ausgeglichen werden können. Bei Aufständerungshöhen von von über 1 m zwischen Fahrschiene und Boden sind seitliche Fangnetze und Laufstege aus Holz installiert. Die Eigenschaften des Rohstoffes Edelstahl - wartungs-, korrosions- und verschleißfrei sowie voll recyclebar - tragen zur guten Umweltverträglichkeit bei. Ebenso ist der Betrieb der Bahn ökologisch unbedenklich. Es entstehen keinerlei Luft- und Wasserbelastungen oder sonstige Emissionen.
Ein besonderes Plus dieses Bahntyps ist dessen Allwettertauglichkeit, denn es kann auch bei Regen und sogar bei Eis und Schnee gefahren werden. Leicht demontierbare Regendächer schützen die Rodler vor Nässe. Somit ist ganzjährig für Einnahmen gesorgt.
Höchste Priorität wurde auch bei der Imster Rodelbahn der Sicherheit beigemessen. Die Schlittenführung ist entgleisungssicher, somit können die Schlitten nicht wackeln oder gar umkippen. Die Schlitten sind mit Front- und Heckpuffern ausgestattet, die im Falle eines Aufpralles energieabsorbierend wirken. Dies trifft ebenfalls für die Rückenlehne zu. Zwei beidseitig angebrachte Bremshebel ermöglichen jeden Rodelsportler, die Fahrgeschwindigkeit individuell seinen Bedürfnissen anzupassen. Der aus der Automobilindustrie bekannte Dreipunktgurt sorgt ebenfalls für zusätzliche Sicherheit.
Trotz der zahlreichen Sicherheitsmaßnahmen, die auch bei der Imster Rodelbahn ergriffen wurden, kann der Rodelsportler nicht von der Pflicht zur Eigenverantwortlichkeit entbunden werden. Aufmerksames und vorausschauendes Fahren garantiert pures Rodelvergnügen für alle Gäste.



